Hufpflege im Winter – warum ist sie so wichtig?

Schritt für Schritt zu gesunden Hufen in der kalten Jahreszeit

Wie wirkt sich der Winter auf den Pferdehuf aus?

Die Hufe Deines Pferdes sind in den kalten Monaten großen Belastungen ausgesetzt: Die meisten Pferde stehen extrem lange in der Box, ihre Hufe sind also – gerade bei nicht ganz sauberem Matratzenstreu – permanent einem aggressiven und feuchten Klima ausgesetzt. Das greift das Hufhorn an. Die Gefahr von Strahlfäule steigt dadurch. Auch draußen ist der Boden eine echte Herausforderung für den Pferdehuf: Weiden und Paddocks sind häufig reinste Schlammgebiete. Auch hier setzt die dauernde Feuchtigkeit den Hufen Deines Pferdes. Wenn es dann friert, ist der Boden knüppelhart und das Pferd muss über hartgefrorene Unebenheiten stelzen. Die angegriffenen Hufe brechen dabei leicht aus.

Hornwachstum – wachsen die Pferdehufe im Winter langsamer?

Wusstest Du, dass Hufe im Winter langsamer wachsen als im Sommer? Gründe dafür sind unter anderem Temperatur, Lichteinfluss und Bewegung. Das alles wirkt sich auf die Durchblutung des Hufhorns und damit auf das Wachstum aus.

Pferdehufe richtig pflegen

Das Kieffer Kräuterhufbalsam in praktischer Flasche mit integriertem Pinsel ist einfach aufzutragen.

Der Pferdehuf muss im Winter besonders sorgfältig gepflegt werden. Kratze die Hufe täglich aus. Kontrolliere dabei den Strahl. Strahlfäule kommt im Winter besonders häufig vor. Du erkennst Strahlfäule am fauligen Geruch. Der Strahl zeigt Furchen, fasert aus und verkümmert zusehends. Säubere ihn gut und nutze spezielle Pflegepräparate zur Regeneration des Strahls. Besonders gut für die Pflege der Hufe im Winter eignen sich Pflegeprodukte mit Inhaltsstoffen wie Eukalyptus, Jojoba, Nelken oder Rosmarin wirken gleichermaßen durchblutungsfördernd wie antibakteriell. Somit ist gewährleistet, dass die von außen in den Huf dringenden Schadstoffe schnell abtransportiert werden und die Versorgung des Hufes mit Nährstoffen sicher gestellt ist. Zudem wird Fäulnisbildung vorgebeugt. Ganz besonders bewährt bei der Hufpflege im Winter hat sich das Kieffer Kräuterhufbalsam! Warum schützt das Kräuterhufbalsam von Kieffer die Pferdehufe im Winter besonders effektiv? Es pflegt und regeneriert die Hornsubstanz, fördert die Nassfestigkeit der Hufe und beugt Verspröden vor. Die Kieffer Hufsalbe und das Kieffer Huföl unterstützen die winterliche Hufpflege.

Wie Pferde im Winter sicher auftreten

Die Bodenverhältnisse im Winter stellen nicht unerhebliche Probleme für ein sicheres Auftreten dar. Tiefer Matsch oder eine dicke Schicht Schnee, sumpfiges Nass, steinhart gefrorener Boden oder spiegelglatte Eisflächen – all das, macht Reiter und Pferd das Leben unter Umständen schwer. Dennoch, auch im Winter hast Du bestimmt manchmal Lust, mit Deinem Pferd ein Paar Runden durchs Gelände zu drehen. Dafür müssen die Hufe Deines Pferdes perfekt präpariert sein. Nur so kann es sicher auftreten und Du riskierst keine gefährliche Rutschpartie. Die droht bei tiefem Morast ebenso wie bei eisigem Boden und festgefrorenem Schnee. Damit Dein Pferd auch bei winterlichen Bodenbedingungen gefahrlos auftreten kann, müssen die Hufe zweifach sicher sein: Zum einen müssen sie genügend Griff haben, um nicht weg zu rutschen. Zum anderen müssen sie gegen das Aufstollen von Schnee geschützt werden. Pferde, die barhuf gehen, sind hier auf der sicheren Seite. Ist Dein Pferd beschlagen, muss der Schmied die Hufeisen sowohl mit einem Gleitschutz als auch mit einen extra Schneeschutz ausstatten.

Griffiges Räumkommando – nie wieder Schneestelzen

Sehr effektiv schützt der sogenannten Hufgripp die Pferdehufe vor dem Eindringen von Schnee . Manche nennen ihn auch Schneegripp. Hierbei handelt es sich um einen speziellen Schneeschutz der als Gummi-Einlage zwischen Huf und Eisen fixiert wird. Er wird vom Hufschmied in einem Arbeitsgang mit dem Hufeisen aufgenagelt. Der schlauchartige Teil des elastischen Grips federt bei jedem Schritt mit und verhindert durch diese dauernde Bewegung ein Festsetzen des Schnees. Er funktioniert also quasi als Rausschmeißer. Dadurch wird eine Ballung von Schnee im Huf unmöglich. Von diesem günstigen Schneeschutz gibt es viele verschiedene Varianten. Berate Dich mit Deinem Hufschmied.

Sohlen-Kombination

Diverse Sohlen aus Leder und Kunststoff gibt es ebenfalls als Schneeschutz. Diese sollen, so das Versprechen der Hersteller, das Innere des Hufes so abdeckeln, dass keine Schnee eindringen kann. Doch häufig drückt gerade fester Schnee die Sohle nach innen durch und liegt dann relativ starr im Huf. Zwischen Eisen und Sohle bildet sich am Rand ein Spalt, in den sich der Schnee verhaken und von dem aus er aufstollen kann. Eine Sohle alleine ist folglich kein wirklich guter Schneeschutz, Muss Dein Pferde aus therapeutischen Gründen eine Hufsohle tragen, empfiehlt sich, eine Sohle in Kombination mit Gripp zu montieren.

Spitzen-Halt

Allein mit dem Schneegripp ist der Huf aber noch nicht ausreichend winterfest präpariert. Nur eines für sich hilft nicht wirklich. Stollen nützen gar nichts, wenn die Schneestelzen so lang sind, dass der Stollen den Boden nicht erreicht. Und ein Hufgripp bietet nun mal keinen Glätteschutz. Am sichersten ist tatsächlich die Kombination von Schneegrip und Stollen. Um Deinem Pferd Trittsicherheit bei Eis und auch bei festgefahrenem Schnee zu garantieren, solltest Du unbedingt Stollen oder zumindest Hartmetallstiften montieren lassen. Optimal sind zehn-Millimeter-Stollen mit einer leichten Spitze. Reine Eisstollen sind so extrem spitz, dass sie schnell schwere Verletzungen wie zum Beispiel tiefe Risswunden am Ballen, verursachen können.

Barfuß im Winter

Wenn Du Dein Pferd einige Zeit ohne Hufeisen, also barfuß, lassen möchtest, ist jetzt im Winter dafür eine gute Zeit. Wenn Du also planst, während des Winters nicht so oft auszureiten und viel in der Halle auf hochwertigem Reithallenbelag trainierst, bitte Deinen Schmied, die Eisen für eine Beschlagsperiode abzunehmen. Auf weichem Hallenboden nutzen die Hufe nicht so schnell ab, wie auf dem Boden im Gelände. Die Hufe werden vor Abrieb geschont. Der Schutz durch Hufeisen ist nicht so wichtig. Dein Pferd im Winter eine Zeit lang ohne Hufeisen laufen zu lassen, hat viele Vorteile: Erstens: Ohne Hufeisen, können sich die Hufe erholen, und der sogenannte Hufmechanismus kann natürlich arbeiten. Zweitens: Ohne Eisen an den Hufen rutscht Dein Pferd auf vereistem Boden nicht so schnell. Drittens: Wenn Schnee liegt, ballt sich nasser Schnee unter unbeschlagenen Hufen nicht auf. Deshalb können sich gefährliche Schneestelzen gar nicht erst bilden.

Raue Sohle

Einen großen Vorteil haben Barhufgänger in eisigen Zeiten. Denn die raue Trittfläche ihrer Hornschuhe wirkt als Anti-Rutschsystem, und deshalb kommen unbeschlagene Vierbeiner bei glatten Bodenverhältnissen nicht ganz so schnell ins Schliddern wie ihre beschlagenen Kollegen. Das ist dennoch kein Freifahrtschein dafür, bei wirklich gefährlich eisigem Boden draußen zu reiten. Die Sturzgefahr ist in jedem Fall zu hoch. Bedenke auch, dass ein oberflächlich angetauter Bodenbelag, der sich über die gefrorene Tiefschicht erstreckt, sehr ungefährlich ist. Denn er ist glatt und rutschig wie Schmierseife.

Ausgefranster Hufrand? Greif zur Feile!

Wenn der Boden steinhart gefroren ist, dann beansprucht er das Hufhorn von unbeschlagenen Pferden sehr stark. Der Abrieb des Hufes ist extrem und sehr unregelmäßig. Die Hufe werden in sich rissig, brechen schnell aus und haben deshalb anstelle einer ebenen Auflagefläche häufig einen ausgefransten Hufrand. Hier solltest Du nach dem Ausritt mit der Feile für eine entsprechende Korrektur sorgen. Lass Dir das Glattfeilen zuvor von Deinem Schmied zeigen.

Griffige Sohle

Hufschuhe gibt es inzwischen fast mehr als Schnee im Winter. Sie sind eine mögliche Alternative zum Beschlag und schützen barhuf laufende Pferde beim Reiten. Nicht alle bieten einen Schneeschutz. Einige der Modelle sind unten offen, bieten also keinen Schutz gegen das Aufstollen. Auf jeden Fall solltest Du im Winter Stollen als extra Gleitschutz in die Hufschuhe montieren. Auf Eis oder festem Schnee sind die Schuhe sonst so glatt wie Gummistiefel. Wenn es glatt ist, schraube deshalb immer Stollen oder Metallstifte in die Hufschuhe !

Socken-Trick – so rutscht Dein Pferd nicht aus

Vielleicht kennst Du das? Während Du noch in der Halle reitest, wird es draußen so kalt, dass der nasse Boden plötzlich eisglatt friert. Oder ein Eisregen verwandelt den Weg zum Stall auf einmal zu einer gefährlich glatten Piste. Wie kommst Du nun mit Deinem Pferd heile zur Box oder zum Anhänger? Wie verlädst Du Dein Pferd ohne dass es ausrutscht?

Für diesen Fall solltest Du immer ein Paar Socken „im Gepäck“ haben. Socken für Pferde? Ja! Denn beschlagene Pferde kann man für kurze Touren mit Wollsocken rutschfest verpacken. Am besten nimmst Du dafür ganz große Sportsocken aus Frottee. Diese XXL- Socken ziehst Du einfach über die Hufe mit Hufeisen. Das sieht zwar sehr lustig aus, aber: Es hilft! Die Socken an den Hufen geben Deinem Pferd halt auf glattem Boden. Für längere Wege hat es sich allerdings nicht bewährt, weil die Socken sehr schnell durchlaufen. Ein weiteres SOS bei eisigem Boden: Fette die Hufeisen ganz dick ein. Streiche also das Huffett fingerdick auf. Für kurze Strecken ist das eine kurzfristige aber effektive Hilfe, damit Dein Pferd nicht weg rutscht und sicher über den vereisten Boden gehen kann.

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